
Österreich: ID-Austria-Phishing – 500.000 Euro Schaden in wenigen Wochen
Eine massive Phishing-Welle erfasst seit April 2026 Nutzer der digitalen ID Austria. Die Täter nutzen den planmäßigen Ablauf von Zertifikaten gezielt aus: In einer ersten Stufe werden Opfer per SMS oder E-Mail aufgefordert, ihre ID Austria zu "verlängern". Die Phishing-Site sieht der echten oesterreich.gv.at-Oberfläche täuschend ähnlich.
In einer zweiten Stufe folgt ein Anruf eines vermeintlichen Bank- oder Behördenmitarbeiters, der die Opfer zu Echtzeit-Überweisungen oder zur Freigabe von TAN-Codes drängt. Das Bundeskriminalamt meldet rund 100 bestätigte Geschädigte mit einem Gesamtschaden von etwa 500.000 Euro – die Dunkelziffer dürfte deutlich höher liegen.
Empfehlung Risikomonitor: Unternehmen mit ID-Austria-basierten Workflows sollten Mitarbeiter aktiv sensibilisieren, Phishing-Domains überwachen (Domain-Monitoring) und keine Verlängerungs-Links per SMS akzeptieren. Eine echte Verlängerung der ID Austria erfolgt ausschließlich über die offiziellen Apps oder Behörden-Portale.
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