
Conduent-Breach: von 10 auf 25 Millionen Betroffene – und es werden mehr
Was im Frühjahr 2025 als Vorfall bei einem für die meisten Bürger unbekannten Outsourcing-Anbieter begann, hat sich 2026 zu einem der größten Third-Party-Datenlecks der USA entwickelt. Die Zahl der Betroffenen wurde von ursprünglich 10 Millionen auf inzwischen rund 25 Millionen nach oben korrigiert – und sie wächst weiter.
Conduent betreibt im Hintergrund Sozialprogramme, HR-Plattformen und Versicherungs-Backoffices für hunderte Auftraggeber. Genau diese Mandanten-Vielfalt macht den Breach so weitreichend: Selbst Personen, die den Namen "Conduent" nie gehört haben, finden ihre Daten plötzlich in den Auflistungen wieder.
Lehre für CISOs: Third-Party-Risikomanagement (TPRM) ist die kritische Disziplin der nächsten Jahre. Wer nicht laufend prüft, welche Datenkategorien an welche Outsourcer fließen, kann auch keine belastbare Schadenseinschätzung liefern, wenn der Provider gehackt wird.
Weitere Artikel

PHP2Shell: Kritische PHP-Lücke trifft tausende Websites in Österreich und der Schweiz
CVE-2026-109618 und CVE-2026-109619 erlauben die Fernübernahme von Servern ohne Zugangsdaten. Auf unserer neuen Plattform php.risikomonitor.com können Website-Inhaber kostenlos prüfen, ob sie betroffen sind.

Kommunale IT-Sicherheit: 984 Gemeinden in Combolisten
Unsere Studie analysiert 2.086 österreichische Gemeinden: Zugangsdaten im Darknet, veraltete Software und öffentlich erreichbare Dienste.

Studie: Schatten-IT und Ransomware hängen eindeutig zusammen
Vier von fünf Schweizer Ransomware-Opfern hatten Firmenadressen in Datenlecks – im Schnitt nur jede sechste Firma.