
Cyberangriff auf Schweizer Gemeinde Matten bei Interlaken — Dateien verschlüsselt
Am Wochenende vom 14. und 15. März 2026 wurde die ICT-Infrastruktur der Gemeindeverwaltung Matten bei Interlaken (Berner Oberland) Ziel eines Cyberangriffs. Der Angriff wurde am Morgen danach entdeckt.
Reaktion
Die Verantwortlichen handelten rasch: Externe IT-Sicherheitsexperten wurden sofort beigezogen, um die betroffenen Systeme wiederherzustellen und forensische Analysen durchzuführen. Beweise wurden für die strafrechtliche Verfolgung gesichert.
Ergebnis
Laut dem Gemeinderat konnten keine Daten aus den Systemen der Gemeindeverwaltung entwendet werden. Einige Dateien wurden verschlüsselt, konnten aber wiederhergestellt werden. Der Betrieb der Gemeinde konnte dank Notfallmassnahmen aufrechterhalten werden.
Schweizer Gemeinden als Ziel
Der Vorfall zeigt, dass auch kleine Schweizer Gemeinden nicht vor Cyberangriffen gefeit sind. In den letzten Jahren wurden mehrere Schweizer Gemeinden und Kantone Opfer von Ransomware:
- Rolle (VD): 2021, Datenleak von Einwohnerdaten
- Montreux (VD): 2023, Ransomware-Angriff
- Bern: 2023, Angriff auf Polizei-IT-Dienstleister
- Matten (BE): 2026, verschlüsselte Systeme
Empfehlungen für Gemeinden
Kleine Verwaltungen verfügen oft nicht über dedizierte IT-Sicherheitsteams. Empfohlen werden: regelmässige Offline-Backups, Sensibilisierungsschulungen für Mitarbeitende, Notfallpläne und die Zusammenarbeit mit dem Nationalen Zentrum für Cybersicherheit (NCSC).
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