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    RisikoMonitor
    Ransomware: Interlock-Ransomware nutzt Cisco-Schwachstelle als Zero-Day seit Januar aus — RisikoMonitor
    Ransomware18. März 2026 5 Min Lesezeit

    Interlock-Ransomware nutzt Cisco-Schwachstelle als Zero-Day seit Januar aus

    Die Interlock-Ransomware-Gruppe nutzt seit Januar 2026 eine kritische Schwachstelle (Maximum Severity) in Ciscos Secure Firewall Management Center (FMC) als Zero-Day aus. Der Angriff wurde am 18. März öffentlich bekannt.

    Die Schwachstelle

    Die ausgenutzte Schwachstelle ermöglicht Remote Code Execution (RCE) auf Cisco FMC-Appliances — also die vollständige Übernahme der Firewall-Managementplattform. Da FMC in vielen Unternehmen die zentrale Steuerungsinstanz für die gesamte Netzwerk-Firewall-Infrastruktur ist, sind die Auswirkungen verheerend:

    • Vollzugriff auf Firewall-Regeln: Angreifer können Regeln deaktivieren
    • Netzwerkübersicht: Komplette Transparenz über die Netzwerkarchitektur
    • Lateral Movement: Direkter Zugang zum internen Netzwerk
    • Persistenz: Tiefe Verankerung im Sicherheitsstack

    Interlock im Profil

    Interlock ist eine seit 2023 aktive Ransomware-Gruppe, die sich auf die Ausnutzung von Netzwerk-Infrastruktur-Schwachstellen spezialisiert hat. Die Gruppe zielt bevorzugt auf Unternehmen mit Cisco-, Fortinet- und Palo-Alto-Infrastruktur.

    Zeitfenster

    Besonders besorgniserregend: Die Gruppe hatte mindestens zwei Monate unbemerkten Zugang über die Zero-Day-Schwachstelle. In dieser Zeit konnten Netzwerke infiltriert, Daten exfiltriert und Verschlüsselungsangriffe vorbereitet werden.

    Sofortmaßnahmen

    • Cisco FMC-Installationen sofort auf die neueste Version aktualisieren
    • Netzwerk-Logs auf Indicators of Compromise prüfen
    • FMC-Systeme vom Internet isolieren, bis der Patch angewendet wurde
    • Forensische Prüfung aller Systeme, die über FMC verwaltet werden