
Medusa-Ransomware legt drei Krankenhäuser in Deutschland lahm
Die Medusa-Ransomware-Gruppe hat gleichzeitig drei Kliniken in Nordrhein-Westfalen angegriffen. OP-Pläne mussten verschoben, Patienten umgeleitet werden. Die Angreifer fordern 4,2 Millionen Euro Lösegeld und drohen mit Veröffentlichung von Patientendaten.
Chronologie des Angriffs
Am 12. März 2026 gegen 02:30 Uhr wurden die IT-Systeme der drei Kliniken nahezu zeitgleich kompromittiert. Der Angriff erfolgte über einen kompromittierten VPN-Zugang, der bereits Wochen zuvor durch einen Infostealer erbeutet worden war.
Innerhalb von drei Stunden waren die zentralen Systeme verschlüsselt: - Krankenhausinformationssystem (KIS) - Radiologie-Systeme (PACS) - Laborinformationssystem - E-Mail und Kommunikation
Auswirkungen auf den Klinikbetrieb
Die Auswirkungen waren dramatisch: 47 geplante Operationen mussten verschoben werden, 12 Notfallpatienten wurden an umliegende Krankenhäuser weitergeleitet, und die betroffenen Kliniken mussten auf Papierdokumentation umstellen.
Reaktion und Wiederherstellung
Die Kliniken haben Strafanzeige erstattet und arbeiten mit dem BSI und spezialisierten Incident-Response-Teams zusammen. Eine vollständige Wiederherstellung der Systeme wird voraussichtlich vier bis sechs Wochen dauern.
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