Medusa
Wachsende Ransomware-Gruppe mit aggressiver Datenleck-Strategie und Video-Leaks.
Medusa (nicht zu verwechseln mit MedusaLocker) hat sich seit 2023 zu einer der aktivsten Ransomware-Gruppen entwickelt. Die Gruppe ist bekannt für ihre besonders aggressive Erpressungsstrategie: Sie veröffentlicht Video-Durchsuchungen gestohlener Daten auf ihrer Leak-Site, um den Druck auf Opfer zu maximieren.
Video-Leaks als Druckmittel
Medusa hebt sich durch die Veröffentlichung von Videos ab, in denen gestohlene Daten durchsucht und präsentiert werden. Diese Videos zeigen vertrauliche Dokumente, E-Mails und Datenbanken der Opfer und werden öffentlich zugänglich gemacht. Diese Taktik erhöht den Druck auf Unternehmen erheblich, da die Daten nicht nur abstrakt bedroht, sondern aktiv präsentiert werden.
Angriffsvektoren und Methoden
Medusa nutzt kompromittierte RDP-Zugänge, Phishing-Kampagnen und die Ausnutzung bekannter Schwachstellen als Einstiegspunkte. Die Gruppe verwendet Living-off-the-Land-Techniken (LOLBins), PowerShell und WMI für die laterale Bewegung und Persistenz. Vor der Verschlüsselung werden Schattenkopien gelöscht und Sicherheitssoftware deaktiviert.
Zahlungsmodell
Medusa betreibt ein ungewöhnliches Zahlungsmodell: Opfer können auf der Leak-Site gegen Zahlung von 10.000 USD eine Verlängerung der Deadline um einen Tag kaufen. Die eigentlichen Lösegeldforderungen reichen von 100.000 USD bis über 15 Millionen USD.
Taktiken von Medusa
- ✗Video-Leaks gestohlener Daten als Druckmittel
- ✗RDP-Kompromittierung und Phishing
- ✗Living-off-the-Land-Techniken
- ✗Deadline-Verlängerung gegen Zahlung
- ✗Breite Branchenabdeckung
- ✗Aggressive öffentliche Kommunikation
Unser Vorgehen bei Medusa
- Sofortige Einschätzung der Datenexfiltration und Video-Leak-Risiko
- Forensische Analyse der RDP- und Phishing-Vektoren
- Bewertung der veröffentlichten Daten und DSGVO-Meldepflicht
- Kommunikationsstrategie für betroffene Stakeholder
- RDP-Härtung und MFA-Implementierung
- Langfristiges Darknet-Monitoring
Von Medusa betroffen?
Unser Team hat umfangreiche Erfahrung mit Medusa-Angriffen. Wir reagieren innerhalb von 30 Minuten — rund um die Uhr.